VERANSTALTUNGEN

Natürlich gibt es eine jenseitige Welt. Die Frage ist nur: wie weit ist sie von der Innenstadt entfernt und wie lange hat sie offen
Woody Allan

Die Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte.

Bereits gekaufte Eintrittskarten behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit!

Sonntag, 06.12.2020 in Mainz, 19.30 Uhr
Dienstag,10.11.2020 in Bernburg, 19.00 Uhr
Kabarett mit Erwin Grosche „Warmduscherreport Vol. 3“
Der Meister absurder Geschichten schlägt zu. Große Wortkunst und im besten Sinne des Wortes „Kindertheater für Erwachsene“.  Manchmal staunt man am Ende, warum diese ganz eigene Sicht der Dinge einem noch nicht selbst eingefallen ist, findet auch noch die schrägste Perspektive ganz normal und wundert sich über nichts mehr. Erwin Grosche (Dt. Kleinkunstpreis 1999|Sparte Kleinkunst) hat noch einmal die Glanzstücke und Lieblingsszenen aus über vierzig Jahren Kabarettgeschichte ausgepackt. Oft sind es Gegenstände des Alltags, die er heranzitiert, um das Leben schöner zu machen. Hier wird sanft und subtil gestreichelt: „Der Frühsport nach Getreidesorten,  die Peter Sloterdijk Entspannungstasche. Die Gedanken über die Hölle“.

Kommen und Staunen. Erwin Grosche – Ein Großmeister absurder Poesie!

 

Dienstag, 22.09.2020 in Bernburg, 19.00 Uhr
Donnerstag, 24.09.2020 in Mainz, 19.30 Uhr
Lesung des Österreichischen Kabarettarchivs „No, hätten Sie mich sehen sollen!“ – Ein Abend für Fritz Grünbaum.
Dr. Iris Fink, Leiterin des Österreichischen Kabarettarchivs und Schauspieler Roland Knie präsentieren Originaltexte und Biografisches über „Fritz Grünbaum und das Wiener Kabarett“. Fritz Grünbaum, geboren 1880 in Brünn, trat 1906 erstmals als Conférencier in der Wiener „Hölle“ auf.  Mit seinen gereimten Monologen voll philosophischer Weltsicht und selbstironischen Alltagsbeobachtungen gelang ihm buchstäblich über Nacht der Durchbruch. Da wurde er sofort von Rudolf Nelson nach Berlin geholt. Danach pendelte Grünbaum bis 1933 zwischen deutschen Bühnen und Wien. Dort wurde er der Star des traditionsreichen „Simpl“, des mittlerweile ältesten deutschsprachigen Kabaretts. Neben seinen typischen Conférence-Monologen von feinsinnigem, wienerisch-jüdischem Humor und den legendären Doppelconférencen mit Karl Farkas schuf Grünbaum Operettenlibretti und unvergessene Schlager wie „Ich hab’ das Fräul’n Helen‘ baden seh’n“. Er wirkte in Filmen mit und war auch Direktor etlicher Revue- und Kabarettbühnen. Der Publikumsliebling wurde 1938 verhaftet und 1941 im KZ Dachau ums Leben gebracht. Seine Texte aber erfreuen nach wie vor Geist und Seele.

 

Dienstag, 27.10.2020 in Mainz, 19.30 Uhr
Donnerstag, 03.12.2020 in Bernburg, 19.00 Uhr
Matthias Reuter „Kabarett in der Weimarer Zeit“. Vortrag – musikalisch untermalt von Irmgard Haub (Gesang) und Johannes Reinig (Piano).

Matthias Reuter ist im normalen Leben Musikkabarettist und tourt mit seinem mittlerweile fünften Programm „Wenn ich groß bin, werd´ ich Kleinkünstler“ durchs Land. Er studierte Germanistik und schrieb 2004 seine Magisterarbeit über das Kabarett der Weimarer Republik. In Kooperation mit dem Kabarettarchiv entstand daraus ein 60minütiger Vortrag, der die Weimarer Zeit in den Texten des Kabaretts präsentiert und lebendig macht. Denn die Weimarer Republik gilt als Blütezeit des Kabaretts. Mit Autoren wie Walter Mehring, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, humoristischen Dichtern wie Ringelnatz, Komponisten wie Friedrich Holländer und Kabarettisten wie Werner Finck. Die Kabarettisten und satirischen Autoren waren nah am Geschehen dran, Chronisten einer allein gelassenen Republik, Wortführer kämpferischer Satire, die daneben auch Poetisches oder hinreißend Komisches zur Unterhaltung ihres Publikums boten. Und heute, etwas über hundert Jahre später, ist die Weimarer Zeit in Kabarett und Satire lebendiger als in manchem Geschichtsbuch.

 

Donnerstag, 19.11.2020 in Mainz, 19.30 Uhr
Lesung Thomas C. Breuer „ Punktlandung im Nirgendwo“ mit Biber Herrmann (Bluesgitarrist).
Vom Kabarett hat er sich verabschiedet, humorvoll bleiben Abende mit Thomas C. Breuer natürlich trotzdem. Nach 43 Jahren war es Zeit für Memoiren, die jetzt unter dem Titel „Punktlandung im Nirgendwo“ veröffentlicht wurden. Damit kommt Breuer jetzt ins Kabarettarchiv. Kurzgeschichten. Betrachtungen. Skizzen. Frechheiten. Auf einen Verlag hat der Mann verzichtet, aus dem Alter ist er raus. 43 Jahre unterwegs: Die absonderlichsten Hotels, die besten Veranstalter und die schlimmsten, die nettesten Kollegen und die doofsten. All die selbstgekrönten Kleinkunstpäpste, ach je … Dazu drängende Fragen, die auf ebenso drängende Antworten harren: Wo steuert die Humorbranche eigentlich hin und was will sie da? Hat die Politik das Kabarett überflüssig gemacht? Lustiger Kulturpessimismus, gespickt mit exemplarischen Geschichten aus der nicht immer bunten Welt der Kleinkunst inkl. intensiver Betrachtungen über den Niedergang der Medienwelt. Wissenswertes über Künstlermacken. Über die Liebe. Über glanzvolles Scheitern. Über Glücksmomente, über das Glück, mit heiler Haut der Humorbranche entkommen zu sein. Und endlich wird das „C“ im Namen geoutet! Begleitet wird T.C.B. an diesem Abend von Biber Herrmann – eine bewährte Mischung, die beiden teilen die Bühne nicht zum ersten Mal. Mit über 100 Konzerten pro Jahr zählt der Musiker zum festen Kern der europäischen Gitarren-Szene. Greift der Saitenzauberer zur Blechgitarre, zelebriert er einen leidenschaftlichen Blues, bei dem die Zeit stillzustehen scheint.

 

Kartentelefon: 06131 – 14473 – 0  oder per E-Mail an archiv@kabarett.de

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